Präventionsprogramm für Darmkrebs

Die DKV setzt auf Gesundheitsförderung

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Was ist Darmkrebs?

Es handelt sich um einen bösartigen Tumor, Krebs oder eine Neoplasie, die aus den Schleimhautzellen des Dickdarms entstehen kann. Fast immer entwickelt er sich aus einer Verletzung, einem sogenannten Polypen. Dieser kann lokal wachsen und dabei in die tieferen Schichten, die die Wand des Verdauungstraktes bilden, vordringen, um von dort aus durch die Verbreitung von Lymphgefäßen oder Blut in jedes Organ entweder im Bauchraum oder in weiter entfernt liegende Gewebe zu gelangen.

Auftreten

Darmkrebs ist die häufigste bösartige Tumorart in Spanien bei Männern und Frauen - die zweithäufigste bei Frauen nach Brustkrebst und die dritthäufigste bei Männern, nach Prostata- und Lungenkrebs - mit ca. 30.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Die Überlebensdauer nach fünf Jahren beträgt in Spanien 64%; der europäische Durchschnitt liegt bei 57%. Vor dem vierzigsten bis fünfundvierzigsten Lebensjahr tritt er praktisch nicht auf, danach ist ein bedeutender Anstieg ab dem 60. Lebensjahr zu vermerken. Betroffen sind einer von zwanzig Männern und eine von dreißig Frauen vor dem 74. Lebensjahr.

Erkennung

Darmkrebs ist eine der wenigen Erkrankungen, die durch Früherkennung diagnostiziert werden können, das bedeutet, bevor Symptome auftreten. Meistens entwickelt sich ein Dickdarm- und Rektumkarzinom aus kleinen Läsionen im Dickdarm (Polypen), die ab und zu ohne Beschwerden bluten.

Zur Feststellung von Darmkrebs wird deshalb ein Test auf okkultes Blut im Stuhl durchgeführt, der vom Betroffenen selbst zu Hause mit einem einfachen Test-Kit vorgenommen werden kann. Für den Test ist es weder erforderlich, nüchtern zu sein noch eine besondere Ernährung zu befolgen.
Bei der Laboruntersuchung im Gesundheitszentrum lassen sich auch kleinste Mengen Blut im Stuhl feststellen, die mit bloßem Auge nicht wahrgenommen werden.

Wird beim Test kein Blut festgestellt, ist das Vorliegen von Darmkrebs unwahrscheinlich. Bei fünf Prozent der Untersuchten liegen Anzeichen von Blut vor, in der Regel aufgrund einer gutartigen Läsion, nur in wenigen Fällen liegt Krebs vor.

Um die Ursache der Blutung herauszufinden, wird eine Koloskopie, eine Darmspiegelung vorgeschlagen, die mit Sedierung durchgeführt wird; das Risiko für evtl. Komplikationen ist dabei sehr gering. Durch die Koloskopie lässt sich die Blutungsursache erkennen und damit werden sowohl eine Früherkennung als auch das Entfernen von meist gutartigen Polypen, die sich evtl. zur Vorstufe einer Krebserkrankung entwickeln könnten, möglich.

Symptomatik

Je nach Lage des Tumors im Dickdarm kann auftreten:

  • Blut im Stuhl: Es kann rot sein, was häufig auf einen Enddarmtumor hinweist oder schwarz, verursacht durch schwarze Ablagerungen im Stuhl, die sogenannte Meläna. Teerstuhl tritt normalerweise bei einem Tumor am Anfang des Dickdarms auf. Blutverlust kann zu einer Anämie führen.
  • Bauchschmerzen
  • Veränderungen bei der Regelmäßigkeit des Stuhlgangs: Durchfall, Verstopfung oder beides abwechselnd
  • Das Gefühl einer unvollständigen Entleerung Durch die Darmverengung verursachter dünner Stuhl
  • Andere allgemeine Symptome für Krebs: Müdigkeit, Gewichtsverlust, ohne erkennbare Ursache, usw. Beim Auftreten eines dieser Symptome sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um die Ursache herauszufinden und falls erforderlich, eine entsprechende Behandlung aufzunehmen.

     

Behandlung

Sollte sich die Diagnose von Darmkrebs bestätigen und nach dem Feststellen des Krankheitsstadiums, wird der Arzt die bestgeeignete Behandlung erläutern. Die Behandlung verläuft, wie in den meisten onkologischen Prozessen, multidisziplinär: Verschiedene Spezialisten, arbeiten auf der Grundlage wissenschaftlicher Expertise zusammen, um dem Patienten die besten Heilungschancen zu bieten. Die häufigsten Behandlungsmethoden bestehen in der Chirurgie und der Chemotherapie.

Prävention

Prävention bedeutet die Beseitigung bzw. das Verringern von Risikofaktoren, durch die eine größere Wahrscheinlichkeit besteht, die Krankheit zu entwickeln. Faktoren, die das Risiko von Darm- und Rektalkrebs erhöhen:

  • Eine ballaststoffarme Ernährung, die reich an tierischen Fetten (rotes Fleisch) ist.
  • Bewegungsmangel
  • Alkohol und Zigaretten
  • Bereits vorhandene entzündliche Darmerkrankungen, z. B. Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
  • Krebserkrankungen in der Familie Bei 5% der Kolonkarzinome konnten Gene festgestellt werden, deren Veränderungen Syndrome auslösten, die zur Entwicklung von Darmkrebs aufgrund der Veranlagung führten. Die beiden wichtigsten sind die chronische familiäre Polyposis und der erbliche Darmkrebs ohne Polyposis.
  • Eine persönliche Vorgeschichte an adenomatösen Polypen

Menschen mit Darmerkrankungen mit einem hohen Risiko oder mit einer Familiengeschichte in Folge von genetischen Störungen sollten sich einer engmaschigen Kontrolle unterziehen um eine Früherkennung zu ermöglichen.

Das Auftreten von Darmkrebs lässt sich durch eine gesunde Lebensweise verhindern: Essen Sie viel Obst und Gemüse, beschränken Sie die Lebensmittel mit tierischen Fetten, vermeiden Sie Fettleibigkeit, schränken Sie den Genuss von alkoholischen Getränken ein, rauchen Sie nicht und treiben Sie regelmäßig Sport.

Das Früherkennungsprogramm für Darmkrebs

Die Zielgruppe für ein Darmkrebs-Screening ist die Bevölkerungsgruppen mit mittlerem Risiko, d. h. Männer und Frauen zwischen 50 und 69 Jahren ohne persönliche oder familiäre Vorgeschichte. Auf diese Weise werden diejenigen Personen ausgeschlossen, die bereits an Darmkrebs erkrankten oder eine familiäre Vorgeschichte besitzen, da sie als Risikogruppe einem besonderen Kontrollprogramm unterliegen.

Die Vorsorge besteht in einem alle zwei Jahre durchgeführten Test auf okkultes Blut im Stuhl. Wird beim Test kein Blut im Stuhl gefunden, ist das Vorliegen von Darmkrebs unwahrscheinlich. Nach zwei Jahren wird um eine erneute Teilnahme am Programm gebeten.

Die DKV wird das Programm schrittweise auf alle Begünstigten von MUFACE ausweiten. Wenn Sie zur Zielgruppe gehören sollten, zwischen 50 und 69 Jahre alt sind, keine persönliche oder familiäre Vorgeschichte haben und eine Untersuchung vornehmen lassen möchten, setzen Sie sich mit Ihren Gesundheitszentrum oder Ihrem Hausarzt in Verbindung.

Weitere Informationen
Spanische Vereinigung gegen Krebs: Darmkrebs